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Bakuchiol vs Retinol : Der leisere Weg zur Erneuerung

Retinol gehört zu den am gründlichsten erforschten Wirkstoffen in der Hautpflege. Es erfüllt seinen Zweck. Es sorgt aber oft erst einmal für schuppige Haut, und das über mehrere Monate. Bei rund vierzig Prozent der Menschen endet diese Eingewöhnungsphase damit, dass die Flasche ganz hinten in der Schublade verschwindet.

Bakuchiol ist ein pflanzlicher Wirkstoff aus dem Babchi-Samen. Es ist kein Retinol. Es setzt aber sehr ähnliche Signale in der Haut, und klinische Daten aus den letzten zehn Jahren zeigen: Es kann feine Linien und Pigmentflecken in zwölf Wochen vergleichbar verbessern, ohne die typische Schälreaktion.

Wir finden, Hautpflege sollte sich nicht nach Verzicht anfühlen. Erneuerung darf sich wie ein kleiner Luxus anfühlen, nicht wie eine Strafrunde. Bakuchiol hat seinen Platz, weil das Ergebnis vergleichbar ist, der Weg dorthin aber deutlich sanfter.

The OVESSI point of view

Was Retinol tatsächlich tut, in zwei Sätzen

Retinol wird in der Haut zu Retinsäure umgewandelt. Diese bindet an Rezeptoren, die Hautzellen dazu bringen, sich wie jüngere Zellen zu verhalten, sich schneller zu erneuern, mehr Kollagen aufzubauen und Pigment gleichmäßiger zu verteilen. Der Preis dafür ist die Reizung, die beim Anstoßen dieser Umwandlung in den ersten Wochen auftreten kann.

Was Bakuchiol anders macht

Bakuchiol muss nicht umgewandelt werden. Es bindet direkt an dieselbe Familie von Rezeptoren, auf eine behutsamere Art. Das Kollagen-Signal ist da. Das Signal für eine angekurbelte Zellerneuerung ist da. Die Reizung bleibt, Studien für Studie, aus.

Bakuchiol kann außerdem morgens verwendet werden. Retinol nicht. Allein das verändert, wie du dein Ritual darum herum baust.

Das Bakuchiol-Ritual, sanft und vollständig

Schritt eins: das Öl-Serum, drei Tropfen

The Bakuchiol : Bakuchiol and Rosehip Oil Serum trägst du abends auf trockene Haut auf. Hagebuttenöl trägt das Bakuchiol in die Haut und bringt eigene Vitamin-A-Vorstufen mit. Drei Tropfen reichen für das ganze Gesicht.

Schritt zwei: der tägliche Erneuerer

The Soft Reset : Retinol Alternative Serum ist die Variante für jeden Tag. Leichte Textur, lässt sich gut unter einer Feuchtigkeitscreme schichten, morgens wie abends geeignet.

Schritt drei: die Feuchtigkeitscreme, die alles abrundet

The Renewal : Retinol-Alternative Moisturiser schließt die Wirkstoffe ein und ergänzt sie um Peptide, die das Bakuchiol-Signal unterstützen. In den ersten sechs Wochen verwendest du sie als Nachtcreme.

Was du Woche für Woche erwarten kannst

Wochen eins bis drei. Die Hautoberfläche wirkt gleichmäßiger. Kein Schälen. Kein „Purge“-Effekt. Die Haut fühlt sich eher glatter und ruhiger an.

Wochen vier bis acht. Pigment wird unregelmäßiger verteilt und wirkt weniger kompakt. Feine Linien um Augen und Mund erscheinen weicher. Die Veränderung ist subtil, eher etwas, das du auf einem Foto von vor einem Monat bemerkst.

Wochen neun bis zwölf. Das Ergebnis der Summe. In veröffentlichten Studien vergleichbar mit einer Kur mit 0,5 Prozent Retinol. Nur ohne die Nebenwirkungen.

Wer trotzdem zu Retinol greifen sollte

Menschen mit ausgeprägten, länger bestehenden UV-Schäden, die Tretinoin oder ein Prozent Retinol bereits gut vertragen haben, maximale Intensität suchen und mit den Begleiterscheinungen leben können. Für alle anderen ist Bakuchiol die sinnvollere Ausgangswahl.

Der richtige Wirkstoff ist der, den du langfristig wirklich verwendest. Nur das zählt am Ende.

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